WINDSURFEN: TRIMMANLEITUNG / TRIMMEMPFEHLUNG / TRIMMHILFE
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INHALT:
1. EINLEITUNG - UNSERE TRIMMANLEITUNG 3. MASTTRIMM - GREIF ZUM ANDEREN MAST 4. GABELBAUMTRIMM - GABELBAUMHÖHE 5. TRAPEZTAMPENTRIMM - TRAPEZTAMPENPOSITION, TRAPEZTAMPENLÄNGE 6. MASTFUSSTRIMM - MASTFUSSPOSITION 7. SURFFINNENTRIMM - FINNENTYP, FINNENLÄNGE, FINNENPOSITION 8. FUSSSCHLAUFENTRIMM - FUSSSCHLAUFENPOSITION, FUSSSCHLAUFENGRÖSSE, FUSSSCHLAUFENABSTAND 9. SCHWERTTRIMM FÜR SURFEINSTEIGER 10. BEHEBEN VON PROBLEMEN BEIM SURFEN 11. WINDTABELLE
1. EINLEITUNG - UNSERE TRIMMANLEITUNG Die Kombination von Board, Rigg (Segel mit Mast, Gabelbaum und Mastfußverlängerung) und Finne bestimmt das Leistungspotential des Surfbrettes (im Folgenden: Surfbrett = Einheit von Board, Rigg und Finne). Das Surfbrett ist immer so schnell, wie sein schwächster Teil für die jeweilige Leistungskomponente. Wenn Du z.B. Freeriden möchtest, darfst Du Dich nicht wundern, wenn Du beim Einsatz einer Wavefinne auch mit einem schnellen Freerideboard den anderen immer hinterher surfst. Und auch wenn Du auf einem Freemoveboard eine Racefinne einsetzt, wird Dir das Erlernen von Manöver wesentlich schwerer fallen bzw. einige Manöver gar nicht gelingen, wenn du Freerace- oder Freeridefinne anstelle einer Freemovefinne ins Board schraubst. Meine Empfehlung ist daher: überlege genau, welche Eigenschaft des Surfbretts Dir bei welchem Wind die wichtigste ist und entscheide Dich dann für Bordgruppe, Rigggruppe und Finnengruppe.
Optimale klassische Kombinationen von Board, Segel und Finne wären z.B.:
Wenn man nun eine passende Kombination gefunden hat, muss man sich am
Surfstrand beim Zusammenbauen des Surfbretts, weil nicht fest vorgegeben,
zwingend auf folgendes festlegen: Das optimale Abstimmen der einzelnen Positionen, Spannungen und Größen auf ein bestimmtes Surfziel unter vorgegebenen Wind- und Wellenbedingungen hin, z.B. optimal Freeriden, Freestylen oder Waveriden, nennt man trimmen. Zur Ermittlung des optimalen Trimms sollte man immer nur eine Komponente verändern. Für den Grundtrimm würde ich mit der Fußschlaufenposition beginnen, dann die Mastfußposition für das gewählte Segel im Grundtrimm mit der zum Board mitgelieferten Finne ermitteln und mich dann um die optimale Finne (Größe und Form) kümmern.
Für den Feintrimm würde ich dann ausgehend von
Grundtrimm des Segels (Gabelbaum in Schulterhöhe, die Trapeztampen zweihandbreit
von einander in Höhe des Segeldruckpunktes) den Gabelbaum jeweils um 2cm (nach
oben oder unten) sowie die Trapeztampen jeweils um 2cm (nach hinten oder nach
vorne) und dabei nach je zwei Schlägen bei Bedarf den Mastfuß um 2 bis 3 cm nach
vorne oder nach hinten versetzen.
Die Basistrimmregeln für Anfänger: Seit 2005 haben sich die Windsurfboardhersteller nach langer Entwicklungszeit und auch einigen Irrwegen auf die Formel kurz und breit geeinigt. Aber ungeachtet dieses Entwicklungstrends galten und gelten die hier auf geführten Timmhinweise weiter, solange ein Windsurfbrett neben Rigg, Board und Finne noch Fußschlaufen besitzt. . Unsere wasserfeste Trimmanleitung - ideal als Oster-, Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenk! Die hier abgebildete 100 Micron laminierte, steife, wasserfeste Trimmanleitung im A4-Format mit allen wichtigen Hinweisen zum Trimmen der Windsurfausrüstung ist zum Mitnehmen ans Wasser gedacht. Diese Trimmamleitung mit Messingöse und Tampen enthält das komplette Wissen dieser Seite und noch einige wichtige Hinweise für den fortgeschrittenen Surfer. Genau genommen sind in dieser Trimmanleitung 20 Jahre eigene Trimmerfahrung sowie Trimmhinweise von Windsurffreaks, 20 Jahre Trimmhinweise der Zeitschrift "surf", 20 Jahre Trimmhinweise der marktführenden Windsurfboard-, Segel- und Finnenhersteller sowie aller seit 1985 erschienenen Windsurfbücher enthalten.
Unsere Trimmanleitung können Sie bei uns für nur 5,50 € + 1,50
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2. SEGELTRIMM - VORLIEKSPANNUNG, SCHOTHORNSPANNUNG, SEGELLATTENSPANNUNG Über die Vorliekcspannung steuern Sie 70% des Trimms, d.h. per Schothornspannung wird ein Surfsegel nur fein getrimmt. Nur zwei, drei Zentimeter zu wenig oder zu weit getrimmt entscheiden über Lust oder Frust beim Surfen mit einem Segel... Die richtige Vorliekspannung für moderne Segel (ab 2000 unabhängig von der Marke):
- das Vorliek immer solange durchsetzen, bis ein "Loose Leech" (faltiges,
spannungsloses Achterliek) bis etwa mindestens
- die Loose-Leech-Falten sollten bei weinig Wind an der tiefsten Stelle etwa 30 % und bei mehr Wind
bis 50 % der - die Masttasche sollte mindestens an der 2. oberen Segellatte gespannt sein. Die richtige Schothornspannung:
- den montierten Gabelbaum auf die vom Segelhersteller empfohlene Länge
einstellen. Aber wundern Sie sich nicht,
- zur Schothornspannung zunächst der Neutral- oder auch Nullpunkt des
Surfsegels finden.
- bei weniger Wind je nach Segeltyp und Größe (siehe Angaben des
Segelherstellers) das Schothorn 2 bis 3cm negativ
- bei mehr Wind je nach Segeltyp und Größe (siehe Angaben des
Segelherstellers) das Schothorn um 2 bis 3cm positiv - die 3. Segellatte von oben sollte gerade so am Mast vorbei rutschen können, ab der 4. sollte alles frei sein.
Generelle Auswirkungen von Vorlieks- und Schothornspannung: Das Minimum bei Vorlieks- und Schothornspannung ergibt ein tieferes, weiter hinten liegendes Profil mit einem höher liegenden Segeldruckpunkt und einer daraus resultierenden zusätzlichen Hebelwirkung auf den Mastfuß. Alles führt zu einer hohen Angleitbeschleunigung, aber auch mit zunehmenden Wind zu höheren Querkräften und weniger Kontrolle. MAX bei Vorlieks- und Schothornspannung ergibt ein flacheres, nach vorn verschobenes Profil zusammen mit einem ausgeprägtem Loose Leech und einen Verlagerung des Segeldruckpunktes nach weiter unten. Das führt zu maximaler Druckpunktstabilität und Kontrolle, lässt das Board, da sich der Druck auf das Board verringert, freier werden, reduziert jedoch das Angleitverhalten. Leichtgewichte (bis 70 kg) sollten mehr Vorlieks- und Schothornspannung verwenden, Schwergewichte (ab 80 kg) aber weniger Schothornspannung benutzen. Die richtige Trimmschotspannung ist entscheidend für die Profiltiefe. Bei Cambersegel stimmt die Profiltiefe oft schon nach dem richtigen Trimm des Vorlieks. Bei camberlosen Segeln muss man die Trimmschot schon etwas mehr durch setzen, um ein optimales Profil zu erzeugen.
Achtung: Jede Veränderung der Vorlieksspannung wirkt sich auch auf die Schothornspannung aus. Deshalb auch die Schothornspannung neu regulieren! Nur dann ist weiterhin der korrekte Twist garantiert.
Die richtige Segellattenspannung:
Die Segellatten müssen nur solange gespannt werden, bis die kleinen,
vertikalen Falten um die Lattentasche herum verschwinden.
Aber die Latten nie mehr spannen als nötig, denn sonst wird das Segel zu
stak verformt und die Segellatten rotieren nicht mehr optimal um den Mast
herum.
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Probleme beim Segeltrimm |
Abhilfe |
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Segel bringt keinen Vortrieb. |
1. Schothornspannung verringern |
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Segel wirkt toplastig (Schleudersturzgefahr) und langsam, bringt wenig Vortrieb und entwickelt hohe Querkräfte. |
1. Schothornspannung erhöhen |
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Das Board wird nicht schnell, kommt nicht frei, entwickelt keinen Speed. |
Mehr Vorlieksspannung. |
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Segel fühlt sich leicht an, beschleunigt aber schlecht |
Weniger Vorlieksspannung. |
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Kontrollprobleme, z.B. in sehr hohen Wellen |
Mehr Schothornspannung. |
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Unter "full speed"
starker Zug auf der hinteren Hand (Segelarm), zu
viel Druck auf dem hinteren Bein, häufige |
Mehr Schothornspannung - das Segel wird flacher, und der Segeldruckpunkt wandert weiter nach vorne. |
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Segel fühlt sich schwer (tot) und nervös an, beschleunigt schlecht und entwickelt mehr
Zug auf der vorderen Hand |
1.
Weniger Schothornspannung - das Segel wird bauchiger |
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3 . MASTTRIMMMasten mit höherem Carbonanteil weisen einen höheren Reflex als Masten mit weniger Carbonanteil auf. Reflex ist die Eigenschaft eines Mastes aus einer Deformation in die Ausgangsstellung zurück zu federn. Je schneller der Mast zurück schnellt, umso kürzer auch seine Reaktionszeit, d.h. umso schneller kann das Rigg für den "etwas schwächeren Wind" wieder die volle Segelfläche bereitstellen, d.h. umso größer die Leistung. Fühlt sich ein Segel bei optimalen Trimm immer noch schwer an, so sollte man einen Mast mit größerem Carbonanteil einsetzen. Der Mast sollte immer zur Biegekurve des Segels passen. Auf der sicheren Seite ist man immer, wenn man den vom Hersteller empfohlenen Mast nimmt. Der IMCS-Wert gibt nur die Härte des Mastes an und sagt nichts über seine Biegekurve aus. Die Übereinstimmung der Biegekurve ist entscheidend - hoher Carbonanteil und falsche Biegekurve bringen viel weniger Leistung als wesentlich weniger Carbon, aber mit richtiger Beigekurve. Man kann einen kürzeren Mast als empfohlen nehmen und ihn mit einer Mastverlängerung über 30cm verlängern. Dadurch sinkt der ICMS-Wert um ca. zwei Punkte und das Segel fühlt sich softer, gedämpfter an. |
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4. GABELBAUMTRIMM - GABELBAUMHÖHE
Das Geheimnis für maximale Geschwindigkeit und
beste Kontrolle ist eine gleichmäßige Belastung beider Beine. Die Belastung
der Beine resultiert beim Windsurfen aus zwei unterschiedlich wirkenden
Kräften:
liegt) wenn der Literalpunkt des Boards bei gleichmäßiger Belastung der Beine zu weit
hinten liegt und
Unter Berücksichtigung der Segelkraft (1) findet man wie folgt
die richtige Gabelhöhe (in Verbindung mit der
vorgenommenen Mastfußposition und richtig eingestellten Trapeztampen): Unter Berücksichtigung der Segelkraft (2) findet man wie folgt die richtige Gabelhöhe (in Verbindung mit der richtigen Mastfußposition und der vorgenommenen Trapeztampeneinstellung): - bei zuviel Druck auf dem hinteren Fuß ist die Gabel zu tief angeschlagen (Tampen sind etwas zu weit vorne montiert) - bei zuviel Druck auf dem vorderen Fuß ist die Gabel zu hoch angeschlagen (Tampen sind etwas zu weit hinten moniert). Im Folgenden soll aber nur die Beinarbeit betrachtet werden, die im Zusammenhang mit der Segelkraft (1) aufgebracht werden muß!
Gabelbaum höher:
Gabelbaum tiefer: Achtung: wenn die Mastfußposition nach hinten wandert, muss der Gabelbaum etwas tiefer angesetzt werden und umgekehrt. Den Gabelbaumtrimm am besten aus einer mittleren Position des Gabelbaums beginnen und mittel Maßband die perfekte Höhe an Land notieren. Faustregel für Ausgangsposition für Fortgeschrittene: Schulterhöhe.
Gabelbaumhöhe hoch (max. Kinnhöhe):
Gabelbaum tief (min. Brusthöhe): |
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5 . TRAPEZTAMPENTRIMM - TRAPEZTAMPENPOSITION, TRAPEZTAMPENLÄNGETrapeztampenlänge: Die Trapeztampenlänge hängt von Körpergröße und -gewicht, Fahrkönnen und -stil, benutztes Trapez und bevorzugte Fahrposition ab. Regattafahrer benutzen hauptsächlich Variotampen. Vorteil kurze
Tampen: Vorteil lange
Tampen: Trapeztampenposition: Schwerere Surfer werden die Tampen etwas weiter hinten positionieren – je höher die Gabel, desto weiter hinten sollten die Tampen positioniert werden. Grundsätzlich die Trapeztampen so positionieren, dass der Zug auf Mast- und Segelhand in etwa gleich ist. Der Abstand der Befestigungspunkte sollte ca. zwei Hand breit betragen. Ich fahre die Trapeztampen etwa handbreit aus einander, dadurch kann ich direkter durch Gewichtsverlagerung das Rigg optimal dichthalten. Trapeztampen unterliegen individuellen Ansprüchen. Tampen ein wenig vor dem Segeldruckpunkt platzieren: Beim Kreuzen kann man sein Segel weit nach hinten neigen. Dadurch kann man sich stark nach hinten-außen lehnen, so dass man das Board wirklich über Heck und Finne fahren kann. Auch raumschots hilft es, das Board konsequent über Heck und Finne zu steuern und dabei die Segelpower in den Händen zu fühlen.
Tampen ziemlich weit hinten (hinter dem
Segeldruckpunkt) platzieren: Die Segelhand liegt amwind auf
dem hinteren Clip oder sogar zwischen den Clips. Dadurch kann man voll
angepowert sowohl auf Raum- als auch auf Amwindkurs surfen, ohne Druck auf
die hintere Hand zu bekommen und damit das Segel voll geschlossen und dicht
halten. Beim Slalom braucht man sich keine Gedanken über verschiedene Kurse
machen. Die richtige Position ist erreicht, wenn das Segel voll
geschlossen und dicht gehalten werden kann, ohne den Gabelbaum halten zu müssen;
oder evtl. mit etwas Zug auf der vorderen Hand. |
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6 . MASTFUSSTRIMM - MASTFUSSPOSITIONDen Mastfußtrimm immer von der mittleren Mastspurposition - ideale Allroundeigenschaft - aus beginnen (bei kleinere Segeln etwa 2 cm nach hinten bei den größeren 2 cm nach vorne. Die richtige Mastfußposition ist erreicht, wenn im Gleiten der Spalt zwischen Brett und Segel vollkommen geschlossen ist ("close the gap"), das Unterliek aber noch nicht am Brett aufliegt und du dich völlig entspannt auf dem Board fühlst.
Grundsätzlich gilt: - kleinere Surfer fahren die Mastspur in der Regel immer 2-3 cm weiter hinten als größere Surfer.
Sonderregel im extrem überpowerten Bereich:
Mastfuß nach vorne
Mastfuß nach hinten |
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Probleme beim Mastfußtrimm |
Abhilfe |
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Boardspitze wird zu frei und das Board beginnt zu tänzeln - wird unruhig. |
Mastfuß einige (jeweils immer nicht mehr als 2) cm nach vorne. |
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"Close the gap" kann nicht erreicht werden bzw.
das Segel kann nicht mehr dicht |
Mastfuß nach vorne. |
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Schwierigkeiten beim Angleiten. |
Mastfuß nach vorne. |
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Das Board wird bei extremem Wind erst in der
vordersten Mastfußposition ruhig. |
kleineres Segel aufriggen. |
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7 . SURFFINNENTRIMM - FINNENTYP, FINNENLÄNGE, FINNENPOSITIONOhne Finne ist das Surfen unmöglich. Die Finne verhindert das Abdriften des Baords, wandelt den Segeldruck in Vortrieb um und funktioniert damit als Spurhalter. Und die Finne macht 70% der Leistung eines Boards aus. Mit einer längeren Finne lassen sich auch gemütliche Freerider zu richtig schnelle und nervöse Boards aufrüsten. Tuning mit größeren oder kleineren Finnen erweitert den Einsatzbereich jedes Windsurfboards. Wechsle die Finne, um die Leistung des Board an den Einsatz anzupassen (besonders im Grenzbereich). Die Serienboards sind leider meist mit der kleineren preiswerteren Finne ausgestattet. Generell gilt: Je länger eine Finne, desto früher gleitet das Board an. Je gerader (weniger nach hinten gebogen) eine Finne, desto schneller ist sie. Schwerere Surfer wählen unter gleichen Bedingungen (gleiche Board- und Segelgröße) eine 2 bis 6 cm (je nach Segelgröße) längerer Finne als leichtere Surfer. Direkte Boards (sehr nervös und lebendig laufende Boards) reagieren sensibler auf lange Finnen und werden daher früher unkontrollierbar. Komfortable Boards (gedämpft und flacher laufende Boards) vertragen längere Finnen. Breitere Boards vertragen längere Surffinnen als schmale Boards. Wer ein 8.8er auf einem 160l-Board fährt kann bzw. muß eine längerer Finne wählen, als wenn er das 8.8er Segel auf einem 145l-Board einsetzt.
Lange Finne - positiv:
Lange Finne - negativ:
Kurze Finne - positiv:
Kurze Finne - negativ:
Gebogenen (Wave-) Finne:
Profildicke von Finne:
Pi-mal-Daumen-Tipp für Finnenlängen fürs Surfen auf Halbwindkurs
Segel Board
Finnenrange
Sollten Sie sich eine Finne über unseren Shop kaufen wollen, können wir
Ihnen über unseren eigenen WSS-Finnenexplorer detailliert die optimale Finnenlänge
errechnen. Der WSS-Finnenexplorer basiert auf Auswertungen des
White-Water-Finnenexplorers und die Finnenlängenempfehlungen der großen
Boardhersteller (z.B. JP) sowie persönliche Erfahrungen von Surfern.
Basistrimm für Finnen:
Als Freeracer greift man beim
Spinout-Trimm zu einer jeweils um 2 cm längeren Finne, da spürbar mehr Druck
aushält. |
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Probleme des Surfeinsteigers beim Surfen mit Schwert |
Abhilfe |
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Board kippelig und/oder läuft schlecht Höhe bei wenig Wind (1 bis 2 Bft.) |
Schwert ganz ausklappen |
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Board fällt beim Halsen zu langsam ab oder luvt zu langsam beim Wenden an |
Schwert weiter einklappen |
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Board zu langsam bei mehr Wind (2 bis 3 Bft.) |
Schwert zur Hälfte einklappen |
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Board beginnt bei zunehmenden Wind zu tänzeln - wird unruhig |
Schwert zur Hälfte oder weiter einklappen |
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Board zeit Neigung zum Aufkentern oder kentert auf |
Schwert weiter oder ganz einklappen |
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Anluven des Boards beim Üben des tiefen Beachstartes |
Schwert weiter ausklappen |
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Board halst und wendet in
zu großen Radien |
Schwert weiter oder ganz einklappen |
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8. FUSSSCHLAUFENTRIMM
- FUSSSCHLAUFENPOSITION, FUSSSCHLAUFENGRÖSSE, In der Regel besitzen die Surfbretter zwei Fußschlaufen-Optionen (Fußschlaufen-Insert-Plugs) mit äußeren Löcher und inneren Löcher. Dabei bietet jede Fußschlaufen-Option 3 bis 5 Fußschlaufenpositionen von der hintersten (die 1. Position) bis zur vordersten (oft die 5.). Seit 2007 bieten einige Hersteller z.B. Lorch und Mistral auch nur noch 2 Positionen. Bei den Race- und Slalomboards sind 2 oder gar nur eine Position die Regel. Da die Abstände dabei von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich sind, bedeuten 4 Positionen zwingender Weisen nicht für den Käufer, den größten Trimmbereich gewählt zu haben. F2, Fanatic, JP und RRD bieten mit ihren 4 Positionen gerade mal eine maximale Verschiebung der Schlaufen von ca. 4,2 cm, während Lorch und Mistral über Ihre 2-Loch-Instertplugs immerhin 3 cm Abstand anbieten. Die kurzen Abstände machen nur Sinn, wenn mal ein Insertgewinde ausgebrochen oder ausgeleiert ist, da kann man dann einfach das nächste Loch nutzen. Ich glaube drei Positionen im Abstand von 2,5cm bei den kleineren bis 3 cm bei den größeren Boards wären für einen effektiven Fußschlaufentrimm am sinnvollsten. Wie sollte man aber nun die Schlaufen anschrauben?
SCHLAUFEN POSITION –
INNEN ODER AUSSEN?
SCHLAUFEN POSITION – WELCHES LOCH?
(Vom Heck aus nummeriert):
Schlaufe weiter zum Heck:
Schlaufe nach vorne:
größerer Schlaufenabstand (größere
Schrittweite):
Fußschlaufenposition für Trapezeinsteiger Die wichtigste Schlaufe ist für den Trapezanfänger die mittlerer (hintere) Fußschlaufe. Wider allen Empfehlungen sollte der Trapezeinsteiger bei zunehmenden Wind zuerst den hinteren Fuß in die mittlerer Schlaufen setzen. Mit dem Fuß in der mittleren Schlaufe ist ein Schleudersturz wegen zu großen Druckes im Segel nicht mehr möglich. Wenn man nun das Segel gefühlvoll dichter zieht und sich ins Trapez einhängt, braucht man nur noch den vorderen Fuß in die Schlaufe setzen und sitzt im Trapez wie in Abrahams Schoß...
FUSSSCHLAUFENDÜBELABSTAND / MEHR PLATZ FÜR GROSSE FÜSSE Günter: “Der Vorteil ist, dass man deutlich schneller in den Schlaufen steht und mehr Bewegungsfreiheit mit dem Fuß hat. Auch würde ich die Schlaufe beim Racen nicht zu eng sondern eher locker einstellen.” |
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9 . SCHWERTTRIMM FÜR SURFEINSTEIGERNeben der Finne werden bei den Einsteger- oder Familyboards, aber auch bei den langen Race- und kürzeren Hybrid-Raceboards Schwerter eingesetzt. Mit Hilfe eines Schwertes ist es, da das Schwert zusätzlich Fläche gegen das Abdriften bietet, möglich, wesentlich stärker gegen den Wind zu surfen, also stärker Höhe zu laufen, als ohne Schwert. Ohne Schwert kann man bis etwa 30° mit Schwert je nach Segel bis über 60° gegen den Wind surfen. Für den Profi bedeutet das mehr Möglichkeiten, z.B. durch extremes Höheknüppeln, für ein taktisches Surfen beim Racen. Und für den Anfänger bedeutet es, sich weniger um das Höhelaufen, also um das Board, kümmern zu müssen und sich mehr auf das Segel und den Wind konzentrieren zu können. Für das Schwert gilt, wie auch für die Finne: der Auftrieb wirkt senkrecht zur Fläche und würde zum Aufkentern des Boards führen, wenn der Surfer dieser Kraft nicht mit Hilfe seines Körpergewichts über die außen positionierten Fußschlaufen entgegen wirken würde. Je länger das Schwert (in der Tiefe greift das Wasser besser), je größer die Fläche und/oder je höher die Geschwindigkeit des Boards, umso größer die Auftriebskraft. Für ein Schwert bedeutet das: je höher die Geschwindigkeit, umso kleiner und kürzer muss die Schwertfläche sein. Außerdem gilt: je länger das Schwert, umso größer der Wasserwiderstand und umso langsamer das Board.
Schwert ganz ausgeklappt - positiv:
Schwert ganz ausgeklappt - negativ:
Schwert halb ausgeklappt - positiv:
Schwert halb ausgeklappt - negativ:
Schwert vorhanden, aber eingeklappt:
Während im ersten Fall (das Schwert ist gar nicht oder wenig ausgeklappt) zum Anluven (in den Wind hineindrehen) die Kurveninnenkante des Boards (auch die dem Wind zugewandte Boardkante) belastet wird (dabei legt sich der Surfer wie beim Fahrradfahren nach innen in die Kurve), muß im zweiten Fall die Kurvenaußenkante des Boards belastet werden. Beim Abfallen gilt analog jeweils das Entgegengesetzte. Die Spitze eines ausgeklappten Schwertes wirk beim Steuern mit dem angekanteten Board, wie ein Anker, an dessen Seil das Board "um die Kurve surft". |
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10. BEHEBEN VON PROBLEMEN BEIM SURFEN Hier eine Auswahl von Möglichkeiten zur Beseitigung von Problemen beim Surfen (hier 11 Probleme). In unserer laminierten Trimmhilfe gibt es noch weiter Hinweise mehr, z.B. zu Problemen beim Springen und Halsen (insges. 26 Problembehandlungen): |
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Probleme beim Surfen |
Möglichkeiten zur Abhilfe |
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Brett gleitet schlecht an |
1.
Mastfuß weiter nach vorne montieren. |
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Brett läuft schlecht Höhe, bei wenig Wind |
1.
Mastfuß weiter nach vorne montieren. |
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Brett schlecht kontrollierbar |
1.
kleinere Finne einsetzen |
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Brett halst keine enge Radien. |
1.
Mastfuß weiter nach hinten montieren. |
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Das Segel kann nicht weit genug |
1. Mastfuß weiter nach vorne montiere |
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Das Segel ist toplastig oder neigt zu Schleuderstürzen |
1. Schothornspannung erhöhen |
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Das Segel ist nervös |
1. Schothornspannung verringern |
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Zuviel
Zug auf dem vorderen Arm |
1.
Trapeztampen weiter nach vorne montieren |
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Zuviel Druck auf dem vorderen Fuß. |
1.
Gabelbaum höher |
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Brett rollt über die Längsachse. |
1.
Mastfuß weiter nach vorne montieren. |
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Brett ist luvgierig. |
1.
Mastfuß weiter nach vorne montieren |
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11. WINDTABELLE Die Windstärke wird in Beaufort (Abkürzung: Bft.), km/h, m/s und Knoten gemessen. |
| Bft |
Bezeich- nung |
Auswirkung auf die See | Auswirkung im Binnenland |
km/h |
m/s |
Knoten |
Wellenhöhe Nord- u. Ostsee (m) |
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0 |
Stille |
Spiegelglatte See |
Rauch steigt gerade empor |
bis 1 |
0-0,2 |
0-1 |
- | |
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1 |
schwacher Wind |
Kleine, schuppenförmig aussehende Kräuselwellen ohne Schaumkämme |
Wind durch Zug des Rauches angezeigt |
1-5 |
0,3-1,5 |
1-3 |
0,05 | |
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2 |
schwacher Wind |
Kleine Wellen, noch kurz aber ausgeprägter. Die Kämme sehen glasig aus und brechen sich nicht. |
Blätter bewegen sich leicht, Windfahne bewegt sich |
6-11 |
1,6-3,3 |
4-6 |
0,6 | |
|
3 |
schwacher Wind |
Kämme beginnen zu brechen. Schaum überwiegend glasig, ganz vereinzelt kleine weiße Schaumköpfe. |
Blätter und dünne Zweige bewegt, Wimpel streckt sich |
12-19 |
3,4-5,4 |
7-10 |
0,6 | |
|
4 |
mäßiger Wind |
Wellen noch klein, werden aber länger, weiße Schaumköpfe treten ziemlich verbreitet auf |
Hebt Staub und loses Papier, bewegt Zweige und dünnere Äste |
20-28 |
5,5-7,9 |
11-15 |
1,0 | |
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5 |
frischer Wind |
Mäßige Wellen mit ausgeprägter langer Form. Überall weiße Schaumköpfe (vereinzelt Gischt). |
Kleine Laubbäume schwanken, Schaumköpfe auf Seen |
29-38 |
8,0-10,7 |
16-21 |
1,5 | |
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6 |
starker Wind |
Bildung großer Wellen beginnt. Kämme brechen und hinterlassen größere weiße Schaumflächen; etwas Gischt. |
Starke Äste in Bewegung, Regenschirm ist nicht benutzbar |
39-49 |
10,8-13,8 |
22-27 |
2,3 | |
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7 |
starker Wind |
See türmt sich; der beim Brechen entstehende weiße Schaum beginnt sich in Streifen in die Windrichtung zu legen. |
Bäume in Bewegung |
50-61 |
13,9-17,1 |
28-33 |
3,0 | |
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8 |
Sturm |
Mäßig hohe Wellenberge mit Kämmen von beträchtlicher Länge. Von den Kämmen beginnt Gischt abzuwehen. |
Zweige werden abgerissen, das Gehen wird behindert |
62-74 |
17,2-20,7 |
34-40 |
4,0 | |
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9 |
Sturm |
Hohe Wellenberge; dichte Schaumstreifen in Windrichtung. "Rollen" der See beginnt. Die Gischt kann die Sicht schon beeinträchtigen. |
Kleinere Schäden an Häusern |
75-88 |
20,8-24,4 |
41-47 |
4,0 |
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